KLANGFRISCHE RESIDENCY I

KLANGFRISCHE RESIDENCY I
Kuratiert von Natascha Muhic
Der Singende Bronco
12.-19.04.2026
*queer & **allies

Mit der neuen Reihe Klangfrische Residency öffnet die Absteige zur bärtigen Therese 2026 ihre Türen für drei ausgewählte Musiker:innen und Komponist:innen, die in der besonderen Atmosphäre von Trahütten künstlerisch forschen, entwickeln und sich vernetzen. Kuratiert wird die Residency von Natascha Muhic – einer profilierten Künstlerin, Filmemacherin, Kuratorin und Kulturarbeiterin, die für ihre feinsinnige, interdisziplinäre Arbeit an den Schnittstellen von zeitgenössischer Musik, Film, Performance und queer-feministischen Perspektiven bekannt ist.

Ein zentrales Element ihrer kuratorischen Praxis ist der von ihr entwickelte Vinylograph – ein poetisch-analoger Zugang zum Hören und Sichtbarmachen von Klang. Dabei wird Klang nicht nur als akustisches Ereignis verstanden, sondern als Spur, als Einschreibung in Material und Zeit. Der Vinylograph verbindet Aufnahme, grafische Übersetzung und physische Manifestation: Klänge werden in visuelle Formen übertragen, verdichtet und als eigenständige künstlerische Arbeiten erfahrbar gemacht. Zwischen Partitur, Objekt und Erinnerung entsteht so ein Archiv des Moments – fragil, sinnlich und zutiefst persönlich.

Im Rahmen der Residency wird diese Praxis weitergeführt und kollektiv erforscht: Die eingeladenen Künstler:innen entwickeln gemeinsam eine Tonbild-Postkarte – ein hybrides Format zwischen Field Recording, Komposition und visueller Geste. Diese Postkarte ist zugleich Dokument und Kunstwerk: Sie hält die spezifische Atmosphäre von Trahütten fest, übersetzt Ort, Begegnung und Zeit in Klang und Bild und macht sie versendbar, teilbar, weitertragbar.

Eingebettet ist die Residency in die kulturfrische Trahütten – eine lebendige Initiative, die den Ort als zeitgenössischen Kulturraum neu denkt. Zwischen alpiner Weite, konzentrierter Arbeitsatmosphäre und kollektiver Praxis entstehen hier Begegnungen, die über klassische Produktionslogiken hinausgehen.

Die Absteige zur bärtigen Therese fungiert dabei als queerer Kulturort, der seit Jahren für Haltung, Gastfreundschaft und künstlerische Vielfalt steht. Hier treffen Wein auf Diskurs, Performance auf Gemeinschaft – und Kunst auf gelebte Solidarität.

 

DER SINGENDE BRONCO
Der singende Bronco ist keine bloße Bühnenrolle – er ist eine Kunstfigur, ein bewusst überzeichneter, zugleich zutiefst menschlicher Charakter zwischen Wirtshausschlager, melancholischem Crooner und politischem Erzähler.
Clemens Stöttinger schlüpft in diese Figur, um genau dort zu singen, wo es wehtut, wo es peinlich wird – und wo plötzlich etwas sehr Wahrhaftiges aufscheint.
Als Alleinunterhalter und Schlagersänger im besten, widersprüchlichsten Sinn bewegt sich der singende Bronco zwischen vertrauter Schlagerästhetik und radikal ehrlichen Texten. Er spielt mit den großen Gesten des Unterhaltungskünstlers – und kippt sie im nächsten Moment in Zweifel, Ironie, Zärtlichkeit und Widerstand. Was auf den ersten Blick nach harmloser Unterhaltung aussieht, wird bei ihm schnell zu einem feinen, politischen Spiel mit Rollenbildern, Männlichkeit, Scheitern, Sehnsucht und Hoffnung.

Den Abschluss bildet ein öffentliches Konzert am 19.04.2026 / 15 Uhr.
Hier ist der Link zum Konzert.
Die Klangfrische Residency wird gefördert vom BMWKKMS.

KLANGFRISCHE RESIDENCY I
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